Aktiendepot

Aktiendepot
Jeder der mit Aktien handelt, besitzt eines. Doch was genau ist ein Aktiendepot und welche unterschiede gibt es? Ich erkläre dir was ein Aktiendepot ist, was es bei der Depotwahl zu beachten gilt und nenne dir die aktuell besten Depots (stand 09/20).
Ein Wertpapierdepot ist ein Konto, in dem deine Wertpapiere wie Aktien aufgeführt sind. Jede Geschäftsbank bietet Wertpapierdepots an. Bei Kosten und Service gibt es hier große Unterschiede. Der erste Schritt zu einer guten Geldanlage ist ein gutes und günstiges Wertpapierdepot.

Was gibt es bei der Depotwahl zu beachten?

  • Kosten
  • Ein Aktiendepot sollte günstig sein. Es sollten keine Depotgebühren anfallen und die Kosten für den Aktienhandel sollten ab einem bestimmten Einkaufswert nicht mehr steigen. So muss man sich nicht erst das Geld welches durch die Transaktion verloren ging, mühsam wieder erarbeiten.
  • Mindestsparsumme
  • Man sollte ETFs in kleinen mengen besparen können. So kann man mehrere ETFs gleichzeitig besparen und auch mit niedrigen Sparmengen könnte man sich am Kapitalmarkt mit einbringen.
  • Einfache Bedienung
  • Es handelt sich hier um Privatanleger, die hin und wieder Aktien kaufen/verkaufen und Sparpläne besparen. Die Bedienung sollte recht einfach gehalten werden und vor allem sollte die Seite nicht dazu verleiten Anlegern auf Spekulative Geschäfte aufzurufen.

    Welches Depot ist das beste?

    Ich unterteile hierfür die Depots in 2 Kategorien:
    1.Wertpapierdepots in Verbindung mit einer guten Direktbank
    (für Leute die all ihre Bank Angelegenheiten unter einem Dach bringen wollen). Diese Kosten aber um einiges mehr als die Reinen Wertpapierdepots, die ich dir empfehle.
    2.Reine Wertpapierdepots, die meine oben genannten Anforderungen erfüllen. Diese Nenne ich weiter unten.
    Einigen Aktiendepots im vergleich
    Als Kombinationsdepots empfehle ich:
  • DKB Bank
  • Für bis zu 10.000 Euro Anlegesumme zahlst du eine pauschale Gebühr von 10 Euro. Legst du mehr an, musst du eine Pauschale von 25 Euro zahlen, was Prozentual gesehen völlig human ist. Bei Sparplänen zahlst du eine Pauschale von 1,50 Euro, vollkommen egal wie hoch die Sparrate ist. Bei einem Ordervolumen von 1000 Euro (Aktienkauf oder Aktienverkauf in höhe von 1000 Euro) würdest du 10 Euro zahlen.
  • Consorbank
  • Bei Trades zahlst du 4,95 Euro + 0,25 Prozent des Orderbetrags. Minimal jedoch 9,95 Euro und maximal 69 Euro. Die Consorsbank bietet viele kostenlose Sparpläne an. Und für die kostenpflichtigen Sparpläne zahlst du 1,5 Prozent der Sparrate. Bei einem Ordervolumen von 1000 Euro würdest du 9,95 Euro zahlen.
  • ING Diba
  • Hier zahlst du ebenfalls 4,90 Euro + 0,25 Prozent des Ordervolumens. Du hast hier bei kleinen Trades keinen pauschalen Mindestpreis den du einhalten musst und bei größeren Käufen ein maximalen Betrag 69,90 Euro den du zahlen müsstest. Bei einem Ordervolumen von 1000 Euro würdest du 7,40 Euro zahlen.
    Als reine Depots empfehle ich dir diese beiden:
    Sollte es dir nichts ausmachen, dein Girokonto und dein Wertpapierdepot getrennt zu führen, kann ich dir einige Depots nennen, die um einiges bessere Konditionen bieten:
  • Smartbroker
  • Ab einem Ordervolumen von 500 Euro sind die Aktienkäufe bei Smartbroker kostenlos. Bei Sparpläne zahlst du für Raten bis zu 400 Euro 0,80 Euro pro Ausführung.
  • Trade Republic
  • Pro Aktienhandel zahlst du immer eine Pauschale von einem Euro, egal welche Summe du anlegst. ETFs sind vollkommen kostenlos besparbar. Jedoch gibt es nur ETFs des Anbieters iShares auf den Depot von Trade Republic.

    Welche Vorteile und Nachteile hat ein Online-Aktiendepot?

    Online-Depots sind aktuell sehr beliebt. Immer mehr Anleger entscheiden sich für diese Variante – im Gegensatz zum klassischen Aktiendepot. Es sind nicht mehr nur Direktbanken, die diese Form anbieten, sondern auch herkömmliche Filialbanken.
    Doch welche Punkte sprechen nun für und welche gegen ein Online-Depot?

    Pro Online Depot

    Contra Online Depot

    Vergleichsweise recht günstige Ordergebühren

    Entscheidungen hinsichtlich der Anlagen müssen selbst getroffen werden

    Kein Besuch einer Bankfiliale nötig

    Bei Fragen oder Problemen gibt es keinen direkten Ansprechpartner

    Flexibles Handeln möglich (auch außerhalb der Bankenöffnungszeiten)

    Umgang mit der Plattform oder Software muss selbst erlernt werden

    Günstigere Ordergebühren

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    Kein Besuch einer Bankfiliale nötig

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    Die geringen Kosten und die Flexibilität sprechen definitiv für das Online Depot. Es ist der Servicefaktor, der eher gegen ein Online-Depot und für ein Depot bei einer Lokalen Bank spricht. Als Kunde einer Filialbank, kannst du dich jederzeit an eine vertraute Person wenden, die deine Fragen beantworten und bei Anlegerentscheidungen beratend zur Seite stehen kann. So in der Theorie.
    Leider musste ich erleben, dass viele Bankberater mit Aktien keinerlei Erfahrung haben, und dass diese oft sehr teure Fondsprodukte empfehlen, die deine Rendite sehr schmälert.
    Ich rate dir, dich etwas in die Materie einzulesen. Nimm dir mein Börsenlexikon und mein Beitrag über Aktien und über ETFs zur Hilfe. Nach einiger Zeit an Recherche wirst du entscheiden können, welche Aktien oder Sparpläne (ETFs) zu dir passen.

    Kann ich das Depot wechseln?

    Du hast bereits ein Depot, möchtest aber zu einem kostengünstigeren Depot wechseln? Nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 30. November 2004 dürfen Banken für die Übertragung von Wertpapieren auf ein neues Depot keine Gebühren von Ihren Kunden mehr verlangen. Der Depotwechsel ist für dich also mit keinen Kosten verbunden.
    Ein Depot kannst du in der Regel jederzeit kündigen. Einige Banken haben in Ihren Kontoverträgen jedoch Kündigungsfristen für die Auflösung des Depots geschrieben. Die jeweilige Frist ist von Bank zu Bank unterschiedlich, da es keine einheitliche Kündigungsfrist gibt. Informationen zur Kündigung deines Depots findest du in den Vertragsunterlagen für dein Depotkonto. Möchtest du dein Depot endgültig schließen und nicht zu einem neuen Depotkonto wechseln, sollten Sie die Kündigung schriftlich durch ein Kündigungsschreiben veranlassen.

    Was passiert mit meinen Aktien, wenn die Depotbank Insolvenz anmeldet?

    Innerhalb der EU sind Spareinlagen auf Konten bis zu 100.000 € über die Einlagensicherung abgesichert. So sind Spareinlagen auf Tagesgeld oder Festgeld bei einer Insolvenz geschützt. Dies gilt jedoch nicht für Depots, da es sich bei Wertpapieren um keine Einlagen handelt. Die Banken verwahren die Wertpapiere lediglich für Sie. Sollte eine Bank pleitegehen, ist sie dazu verpflichtet, die Wertpapiere an Sie herauszugeben. Sie können diese dann einfach auf das Depot einer anderen Bank transferieren lassen.
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