Börsenbegriffe-Alle Börsenbegriffe von A bis Z

Börsenbegriffe
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In der Börse wird mit vielerlei Begriffen herum hantiert, die Einsteiger nicht kennen. Ich erkläre dir mit meinem Börsenlexikon die wichtigsten Börsenbegriffe, um dir ein Grundverständnis über die Strukturen der Börse anzueignen. Diese Börsenbegriffe sind nicht nach Relevanz, sondern Alphabetisch sortiert.

Der erste meiner Börsenbegriffe ist die Abgeltungssteuer. Für Kapitalerträge (Bsp. Zinsen, Kursgewinne oder Dividende) muss eine Steuer gezahlt werden. Es handelt sich um die Abgeltungssteuer von 25%. Zudem wird der Solidaritätszuschlag, sowie eine Kirchensteuer für den Fall einer Kirchenmitgliedschaft, fällig.

Banken führen die Abgeltungssteuer vollkommen automatisch ab, sofern du kein Freistellungsauftrag bei der Bank gesetzt hast.

Aktien

Eine AG anhand einer ,,Pizza AG´´ erklärt

Aktiengesellschaften wurden ins Leben gerufen, um Kapital für teure Projekte zu beschaffen, welches sich keine Privatperson alleine leisten kann. Ein gängiges Beispiel hierfür ist die Verlegung der Eisenbahnschienen quer durch die USA. Eine Unternehmung in so einem gewaltigen Ausmaß übersteigt die Möglichkeiten des Einzelnen. So bündelten einzelne Personen ihr Kapital und gründeten eine Aktiengesellschaft, die dieses große Vorhaben stemmte.

Aus dem Gewinn dieser Bahnlinie wurden Gewinnausschüttungen (Dividenden) vergeben. So waren die Aktionäre glücklich. Zudem wurden Arbeitsplätze beschafft und die Infrastruktur des Landes wurde gefördert.
Wenn ein Unternehmen eine Million Aktien vergibt, ist man mit einer Aktie zu einem Millionstel Inhaber dieses Unternehmens.

Anleihe

Unternehmsanleihen und Staatsanleihen bildlich dargestellt

Anleihen sind Schulddarlehen. Du kannst diese Schulddarlehen an ein Unternehmen ( Unternehmensanleihen ) oder einem Staat ( Staatsanleihen ) vergeben. Unternehmen und Staaten geben Anleihen heraus um sich zu finanzieren.

Wenn du einem Staat ein Darlehen mit 1% Zinsen gibst, bekommst du über vorher vereinbarte Laufzeit 1% Zinsen jährlich und beim Ablauf der Laufzeit, erhältst du dein eingesetztes kapital zurück. In Falle einer Insolvenz werden Anleihen vor Aktien berücksichtigt. Aus der Insolvenzmasse werden zuerst die Kreditvergeber bedient und wenn Geld übrig bleibt, wird dies den Aktionären ausbezahlt.

Der Nachteil an Anleihen, selbst wenn du eine sehr große Menge an Anleihen eines Unternehmens hältst, hast du keine Stimmrechte. Dies haben nur Aktieninhaber. Du kannst Anleihen auch verkaufen. Lies dazu mein Beitrag zu Anleihen.  Der Anleihemarkt ist um ein vielfaches größer als der Aktienmarkt.

Asset

Ein Asset ist ein Handels-oder Investitionsobjekt. Dies können Aktien, Immobilien, P2P-Kredite Sachwerte, Bitcoins oder Anleihen sein.

Asset Allocation

Mit einer Asset Allocation, auch Portfoliostrukturierung oder auch Vermögensstrukturierung genannt, ist Diversifikation in verschiedene Finanzbereiche gemeint. Also die Aufteilung des Vermögens auf verschiedene Assets.(siehe eins weiter oben)

Aktienrückkauf

Um den Wert der Aktien an der Börse zu steigern, kaufen Unternehmen ein Teil ihrer Wertpapiere zurück. Man spricht über eine künstliche Erhöhung des Aktienpreises.

Bewertung

Ob eine Aktie günstig oder teuer ist, lässt sich nicht allein am Aktienkurs ablesen. Man setzt den Kurs ins Verhältnis zu einer Kennzahl, wie den Gewinn oder den Umsatz je Aktie. So erhält man das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) oder das Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV). Das KGV zählt zu einer der wichtigsten Bewertungskennziffern um zu entscheiden ob die jeweilige Unternehmensanteile an der Börse günstig oder teuer sind.

Blue Chip

Einige Blue Chips Aktien aufgezählt
Es handelt sich bei Blue Chips an der Börse um sehr große und wertvolle Aktiengesellschaften. Eine hohe Börsenkapitalisierung und eine hohe Beliebtheit der Aktie zeichnen Blue Chips Aktien aus.
Blue Chips an der Deutschen Börse sind zum Beispiel Siemens, Daimler und SAP. Der Begriff stammt aus den USA. Im Casino sind die Chips mit den höchsten Wert blau.

Börse

Die Börse als Marktplatz simpel erklärt

Unter den Börsenbergriffen darf die Börse natürlich nicht fehlen! Die Börse ist der größte Markt der Welt. Es werden dort Aktien, Devisen, Derivate, Anleihen und andere Wertpapiere gehandelt.

Durch Angebot und Nachfrage entstehen unaufhörlich neue Kurse.

Wenn Anleger bereit sind, ein höheren Preis für das Wertpapier zu zahlen, als es aktuell notiert, steigt dieser Wert. Fall Anleger die das Wertpapier besitzen, bereit sind wengier zu verlangen, als es Wert ist, fällt der Preis.

Bonität

Bonität ist nichts anderes als die Kreditwürdigkeit. Diesen Wert zieht man heran, wenn man betrachten möchte, wie hoch der Wahrscheinlichkeit ist, dass der Schuldner sein Kredit zurück zahlen kann. Dieser kann wie oben beschrieben auch ein Unternehmen oder ein Land sein. Je besser die Bonität, desto höher die Chance, dass das Geld zurückgezahlt wird.
Allerdings gilt auch: Sollte die Bonität sehr gut sein, fallen die Zinseinnahmen sehr gering aus.
Hohe Bonität —> Niedrige Zinsen
Niedrige Bonität —> Hohe Zinsen
Aufgrund der Bonität werden Anleihen der Bundesrepublik Deutschland aktuell als sicherste der Welt gesehen. Aufgrund dessen bekommt man kaum Zinsen wenn man der BRD Geld verleiht.

Broker

Ein Broker übernimmt Kauf– und Verkaufsaufträge an der Börse. Bezahlt wird er über eine Vermittlungsgebühr. Börsenbegriffe

Diversifikation

veranschalichung wieso eine breite Diversifikation wichtig ist
Es geht bei der Diversifikation um eine Verteilung der Anlagenklassen oder um eine Verteilung mehrerer Einzelwerte innerhalb einer Anlagenklasse . So minimiert man das Verlustrisiko. Wenn Beispielsweise Aktie A aus deinem Depot hohe Verluste verschreibt, wäre das sehr schmerzhaft für dich, sofern du dein Gesamtes Kapital in Aktie A investiert hast. Wenn du jedoch noch 20 andere Aktien hast und dazu noch Anleihen, Gold, Immobilien etc., die Gewinne verbuchen, werden die Verluste, die du mit Aktie A erleidest, klein gehalten oder sogar ganz negiert.

ETF (Exchange Traded Fund)

Was ist ein ETF

ETFs sind Fonds, welche nicht über eine Fondsgesellschaft gehandelt werden. Diese werden stattdessen voll automatisiert an der Börse gehandelt. Ihr Portfolio ist so zusammengesetzt, dass sie die Wertentwicklung eines Index nachbilden, zum Beispiel die des DAX oder des S&P 500. Es gibt zudem unzählige ETFs auf Rohstoffindizes wie Gold, Silber und Öl, auf Anleihenindizies oder auch auf Immobilienindizes .

Ein sehr großer Vorteil von ETFs gegenüber aktiven Fonds, sind die Kosten. Der Ausgabeaufschlag fällt weg und die Verwaltungskosten sind erheblich niedriger. Der ETF auf den MSCI World( ETF mit 1640 Einzelaktien aus 32 Industriestaaten) erbringt seit 40 Jahren eine Jährliche Rendite von im Schnitt 7,8%.

Fonds

Ein Fonds vereinfacht erklärt
In einem Investmentfonds werden Gelder von Anlegern gesammelt. Das Kapital wird daraufhin vom Fondsmanager investiert und es wird angestrebt eine Rendite, also ein Gewinn zu erzielen. Fondsmanager betreiben Risikostreuung um das Kapital möglichst nicht zu gefährden.

Index

Was ist ein Index
Ein Index kann man sich wie einen Korb mit vielen Firmen vorstellen.
Auch im Fußball gibt es den Index. Der Bundesliga Index spiegelt alle 16 Mannschaften, die in der Bundesliga kicken. Der Index wird immer aktuell gehalten, da beispielsweise ein FCK oder ein HSV die Bundesliga verlassen mussten und diese freien Plätze ersetzt wurden.
Der bekannteste Index für Aktien in Deutschland ist der DAX. Dieser spiegelt die 30 größten Unternehmen unseres Landes. Prominente Aktien aus dem Dax sind unter anderem Daimler, Siemens, Adidas und BASF.
Weitere bekannte Index sind der Dow Jones welches die 30 größten Unternehmen aus den Staaten spiegelt, der S&P 500 welches die 500 erfolgreichsten Unternehmen der USA wiedergibt oder der MSCI World, welches 1640 Unternehmen in 23 Industrieländer indexiert.

Kapitalerhöhung

Es kommt gelegentlich vor, dass Unternehmen zusätzliches Kapital benötigen. Gründe dafür können Schulden sein, die man tilgen möchte. Oder man hat die Absicht Firmen zu übernehmen. Weitere mögliche Gründe für eine Kapitalerhöhung sind die Geschäftsfelder auszubreiten oder um eine Insolvenz zu entfliehen. Um dieses zusätzliche Kapital zu bekommen können sie sich Fremdkapital von der Bank beschaffen oder weitere Aktien auf den Markt bringen. Bei zweiterem spricht man schließlich von einer Kapitalerhöhung.

Devisenkurs

Der Devisenkurs zeigt auf, wie viel an ausländischem Geld man für einen Euro an der Börse bekommt.
Wenn der Kurs zur Leitwährung, dem US Dollar 1,2 beträgt heißt es, dass man für einen Euro 1,2 Dollar bekommt. Das spricht für einen starken Dollar. Wenn der Kurs sich auf 1,05 ändert, ist der US-Dollar aufgewertet worden, weil Anleger für 1 Euro nur noch 1,05 US-Dollar bekommen.
Man spricht vom Währungsrisiko, wenn man eine Geldanlage in einer andere Währung besitzt. Zur Performance der Geldanlage wird der Gewinn oder Verlust der Währung dazu gerechnet. Zum Zeitpunkt des Erwerbs einer Geldanlage in einer andere Währung ist ein starker Euro von Vorteil, weil man für das Ausländische Geld weniger bezahlen muss. Beim Verkauf des Wertpapiers ist ein schwacher Euro vorteilhaft, weil man für das ausländische Geld mehr Euro bekommt.

Einlagensicherung

Die gesetzliche Einlagensicherung besagt, dass Kundeneinlagen im Fall der Insolvenz einer Bank bis zu einem Gesamtbetrag von 100.000 Euro gesichert sind. Die Bank muss ihren Sitz in der EU haben. Dies gilt jedoch nur für Einlagen. Dies sind zum Beispiel Tagesgelder, Festgelder, Sparbücher und viele Sparverträge, nicht aber Aktien oder Anleihen.

In besondere Fällen wird der Betrag auf bis zu 500.000 Euro aufgestockt. Ein solcher Fall wäre, wenn sich auf dem Konto der Kaufpreis einer Privat genutzten Immobilie befand.

Emerging Markets

Mit “Emerging Markets” sind Geldanlagen in Schwellenländer gemeint.
Schwellenländer sind die Länder, die zwar nicht mehr als Entwicklungsland betrachtet zählen, aber auch noch nicht zu den industrialisierten Ländern gehören.
Der Wirtschaftswachstum von Schwellenländern ist häufig überdurchschnittlich und die Lohnkosten sind im Vergleich zu den Industrieländern sehr niedrig.
Eine Investition in den Kapitalmarkt in Schwellenländern bietet hohe Renditechancen, aber es ist auch mit einem höheren Risiko verbunden.

Festgeld

Auf einem Festgeldkonto wird ein Betrag an Geld auf ein bestimmtem Zeitraum angelegt. Im Gegenzug erhält man von der Bank Zinsen dafür.
Es wird eine Mindestsumme verlangt und je nach Bank kann diese variieren.
Es gilt eine Mindesthaltedauer , welche ebenfalls variiert.

Immobilie

Hast du dich auch gefragt, wieso im Wort Immobilie das Wort Mobil drin ist? Dieses Wort kommt aus dem Lateinischen und steht für eine Unbewegliche Sache. Das schließt Häuser mit ein, beschränkt sich jedoch nicht nur darauf.
Beim Begriff “Immobilie” ist also nicht ausschließlich ein Haus gemeint.

Immobilien bilden eine eigene Asset, wie Aktien oder Anleihen.

Inflation

Inflation am immer teurer werden von Eis erklärt
Von einer Inflation spricht man, wenn das Geld weniger Wert wird. Es ist also eine Geldentwertung, welche dann natürlich mit einer niedrigeren Kaufkraft verbunden ist, wenn der Lohn gleich bleibt.  Also Hohe Inflation + gleichbleibender Lohn = Niedrigere Kaufkraft
Das Statische Bundesamt berechnet auf Basis eines Warenkorbs und der zugehörigen Preise die Inflationsrate. Die Inflationsrate bestimmt die Höhe der Inflation.
Wieso die Inflation sehr wichtig für Anleger ist? Wenn man ein Gewinn von 7% im Jahr erwirtschaftet und die Inflation 2% beträgt, liegt der Realgewinn bei 5%. Wenn man sein Geld zu beispielsweise 1% Zinsen anlegt und die Inflation wie oben beschrieben bei 2% liegt, erleidet man real sogar einen Verlust.
Das Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) liegt bei knapp 2 Prozent.
Wenn in den letzten 10 Jahren die Inflation bei 2% lag und man 100 000 Euro Bargeld hatte und diese nicht anrührte, hat man nun eine effektive Kaufkraft von nur noch 80 000 Euro.

ISIN

Die ISIN wird auch Wertpapieridentifikationsnummer genannt. Jede Aktie an der Börse hat eine eigene Nummer, mit der diese gefunden wird.

Junk Bonds

Junk Bonds sind Wertpapiere, welche auch Schrottanleihen genannt werden.

Diese Anleihen haben eine sehr niedrige Bonität. Aufgrund dieses hohen Risikos die der Käufer eingeht, bekommt dieser hohe Zinsen. Sollte eine Insolvenz drohen, kann das gesamte eingesetzte Kapital verloren gehen. Junk Bonds sind also sehr spekulativ.

Kapitalerhalt

Kapitalerhalt bedeutet, wie der Name schon sagt, dass das Kapital nicht verbraucht wird. Nur die Zinsen werden ausgeschüttet. So entsteht eine sogenannte “ewige Rente”. Beispielsweise hat man ein Kapital von 500 000 Euro. Dieser wirft eine jährliche Rendite von 5% ab abzüglich Steuern. So bekommt man ein sogenanntes passives Einkommen von 25 000 ohne etwas dafür zu tun.

Kapitalverzehr

Kapitalverzehr bedeutet, dass hingegen dem Kapitalerhalt mit jeder Auszahlung auch das verbleibende Kapital kleiner wird. Es werden die  Zinsen und zum Teil das Kapitals ausgezahlt. So erwirtschaftet man nach jeder Auszahlung weniger Zinsen, da das Gesamtkapital niedriger wird.

Kredit

Es wird ein Kredit vergeben mit der Hoffnung das Geld zurück zu bekommen. Meist kommen zudem Zinsen dazu. Falls der Kredit im Rahmen eines Schuldrechtlichen Vertrages vergeben wird, wird es Darlehen genannt.

Leerverkauf

Der Leerverkauf gehört auch zu einem der unpopuläreren Börsenbergriffe, die man jedoch kennen sollte. Bei einem Leerverkauf verkauft man zuerst und kauft erst später. Dadurch setzt man auf fallende Kurse. Also man verkauft beispielsweise Aktie A für 90 Euro und für 80 Euro kauft man diese später. So hat man ein Gewinn von 10 Euro erzielt. Viele Spekulanten nutzen dies.

Limit-Order

Ein Instrument welches ich immer zum Kauf und Verkauf von Aktien nutze ist die Limit-Order. Bei einem einfachem Kauf von Aktien, bekommt man die Aktie zu dem Preis, welche der Markt an der Börse zu dem Zeitpunkt bestimmt. Dieser Preis kann sich blitzschnell nach oben ändern und man hat einen höheren Preis bezahlt, als dass man zahlen wollte. Bei Limit Ordern kann man vornherein einstellen zu welchem Preis gekauft und verkauft werden soll.

Liquidität

Wenn eine Person oder ein Unternehmen  in der Lage ist, alle Rechnungen pünktlich zu bezahlen, ist diese Liquide. Man kann auch mit einem großen Vermögen inliquide sein. Auch wenn man eine große Immobilie und ein teures Auto besitzt, ist man nicht liquide, wenn man die Reparatur am Auto nicht bezahlen kann.
Für Notfälle sollte man immer eine Liquiditätsreserve haben.

Liquiditätsreserve

Liquiditätsreserve bedeutet, dass ein gewisser Geldbetrag so angelegt wird, dass man über ihn jederzeit frei verfügen kann.

Einfach gesagt: Ein Notgroschen. Beispielsweise auf dem Giro oder dem Tagesgeldkonto, auf dem man schnell darauf zugreifen kann. Notfälle und unvorhergesehene Sachen wären zum Beispiel eine Reparatur am Auto, eine kaputte Waschmaschine, die ersetzt werden muss oder eine teure Zahnoperation. Ärgerlich und teuer wird es. wenn man kein Geld beiseite hat und man beispielsweise ein teuren Dispokredit nehmen muss. Daher sollte jeder Verbraucher eine Liquiditätsreserve haben. 3 Nettogehälter als Notgroschen sollte man stets bereit halten. Ein Tagesgeldkonto zur Aufbewahrung des Betrags eignet sich besser, als es in Aktien, ETFs oder anderem Risikobehafteten Anlagen zu investieren, da Kurschwankungen auftreten. Wenn es schlecht läuft, muss die Geldanlage mit Verlusten verkauft werden.

MSCI World

MSCI steht für Abkürzung für Morgan Stanley Capital International.
Der MSCI World, bildet 1600 Aktien von 23 Ländern der Industriestaaten an der Börse ab. Dieser wird häufig ergänzt durch den MSCI Emerging Markets Index, der die Entwicklung der Aktienmärkte in 23 Schwellenländern nachbildet. Das sind die beiden berühmtesten ETFs, aber daneben gibt es noch unzählige andere, die bestimmte Regionen oder Branchen abdecken.

Marktkapitalisierung

Marktkapitalisierung anhand von Aktienpreisen eines Unternehmens und deren Anzahl an Aktien erklärt
Man nehme die Anzahl aller Aktien einer Aktiengesellschaft an der Börse und multipliziere sie mit dem Kurs der Aktien. Nun hat man die Marktkapitalisierung. Diese wird auch Börsenwert genannt. Ob eine Aktie in einem Index kommt entscheidet mitunter dieser Wert.

Quellensteuer

Die Quellensteuer ist wichtig, wenn man mit Ausländischen Wertpapieren handelt. Diese wird direkt an der Quelle erhoben.
Man muss prüfen, ob ein Doppelbesteuerungsabkommen der Bundesrepublik Deutschland mit dem betreffenden Staat besteht. Falls das der Fall ist, müssen die Erträge nicht zweimal versteuert werden, weil in Deutschland eine Anrechnung stattfindet. Andernfalls muss man auf die Gewinne ausländischer Wertpapiere Quellensteuer beim Ausländischen Staat bezahlen und dann nochmal die Abgeltungssteuer in Deutschland ganz entrichten.

Rentenfonds

Ein Rentenfonds ist ein Investmentfonds, der ausschließlich oder überwiegend in Börsengehandelte Schuldverschreibungen investiert.

Rentenfonds sollten nicht mit der gesetzlichen Rentenversicherung verwechselt werden. Diese sind zwei ganz verschiedene Dinge. Mit “Rente” sind Anleihen, also Börsengehandelte Schuldverschreibungen, gemeint. Mit solch einer Schuldverschreibung gibst du dem Aussteller ein Darlehen und am Ende der Laufzeit bekommst den geliehenen Betrag inklusive Zinsen zurück.

Rohstofffonds

Rohstofffonds bilden die Entwicklung globaler Rohstoffmärkte nach. Diese sind unter anderem Öl, Gold, Silber und Kupfer.

Sparplan

Ein Sparplan ist die regelmäßige Zahlung zum Vermögensaufbau.
Meistens wird monatlich ein fester Betrag gespart; grundsätzlich sind aber auch zusätzlich einmalige Anlagen oder variierende Beträge möglich.
Abhängig von den Konditionen der Bank können Sie bereits mit einem Sparbetrag von 25 Euro im Monat Sparpläne besparen. Spar-Intervalle können Monatlich, Quartalsweise, Jährlich usw. erfolgen. Auch mit kleinen Beträgen kann in der Börse investiert werden. Der Zinseszinseffekt ist ein entscheidender Faktor um sich ein Vermögen mit Sparplänen aufzubauen.

Spread

Der Briefkurs ist der Kurs, zu dem jemand an der Börse seine Wertpapiere verkaufen möchte. Der Geldkurs ist der Preis, zu dem ein Marktteilnehmer bereit ist die Aktie zu kaufen. Die Differenz zwischen dem gebotenen Kauf- und Verkaufskursen nennt man Geld-Brief-Spanne oder Spread.

Stamm- und Vorzugsaktien

Stammaktien sichern dem Besitzer ein Stimmrecht pro Aktie zu.
Vorzugaktien hingegen haben kein Stimmrecht, jedoch bekommen diese in der Regel eine etwas höhere Dividende als Stammaktien.

Stop-Loss-Order

Verluste realisieren und lieber klein halten, als alles oder ein sehr großen Teil des Vermögens zu verlieren. Darum geht es bei der Stop-Loss-Order. Diese kann man einfach bei einem Broker einstellen. Wenn die Aktie einen bestimmten Wert verloren hat, tritt die Stop-Loss-Order in Kraft und schmeißt die Aktie aus dem Depot.

Tagesgeldkonto

Auf Tagesgeldkonten bekommt man für gewöhnlich höhere Zinsen als Girokonten. Man kann bei Tagesgeldkonten jederzeit über sein Geld verfügen. Deshalb eignen sie sich sehr gut als Liquiditätsreserve.

Thesaurierung

Thesaurierende Fonds legen Gewinne aus Wertpapieren wieder an. Dadurch erhöht sich der Wert eines Fondsanteils. Dies ist eine super Möglichkeit um vom Zinseszinseffekt zu profitieren.
Dies können Dividenden oder Kursgewinne bei Aktienfonds sein, aber auch Zinszahlungen für Renten- oder Anleihefonds oder Miteinnahmen bei Immobilienfonds.
Das Gegenstück zu thesaurierenden Fonds sind ausschüttende Fonds. Sie schütten ihre Erträge ein- oder mehrmals im Jahr  aus.

Verwaltungsgebühr

Verwaltungsgebühr von ETFs zu Fonds verglichen
Die Verwaltungsgebühr wird häufig auch Managementgebühr, Management Fee oder Verwaltungsvergütung genannt. Diese Gebühr muss für die Verwaltung von Investmentfonds gezahlt werden.

Einen enormen Unterschied zwischen aktiv verwalteten Investmentfonds und passiven Börsen gehandelten Indexfonds, also den ETFs ist die Höhe der Verwaltungsgebühr. Während diese Gebühr für ETFs meistens zwischen 0,1 und 0,5 Prozent pro Jahr liegt, liegt sie bei aktiv gemanagten Fonds meist zwischen 1,2 und 2 Prozent pro Jahr anfallen. Aufgrund des Zinsesszinseffektes macht das über die Jahre ein erheblichen Unterschied.

Volatilität

Volatilität anhand einer Achterbahn und eine gerade Strecke veranschaulicht

Einer der populäreren Börsenbergriffe ist die Börsenbergriffe Volatilität. Die Volatilität ist ein Indikator dafür, wie stark der Kurs eines Wertpapiers an der Börse schwankt.

Eine hohe Volatilität weißt auf unsichere Investoren an, die der Aktie oder dem Gesamtmarkt nicht trauen. Dies kann man bei Krisen gut beobachten.

Währung

Der letzte Börsenbergriffe ist die Währung.

Eine Währung ist ein gesetzliches Zahlungsmittel.

Seit dem 1. Januar 1999 ist der Euro die offizielle Währung in Deutschland. Anfangs nur als Buchgeld, ab Januar 2002 auch als Bargeld. Der Euro ist auch in vielen weiteren Ländern der EU ein Zahlungsmittel. Beispielsweise in Spanien, Frankreich und Italien. Zudem gibt es auch Länder, die keine  Mitglieder der Eurozone sind, aber trotzdem den Euro nutzen und andersherum. Der Euro gilt als eine der wichtigsten Währungen der Welt. Die Leitwährung, also die bedeutendste Währung auf der Welt ist der US-Dollar. Die Währung der USA.

Das waren mein Börsenbergriffe. Sollte dir ein Begriff unter meinen Börsenbergriffen fehlen, schreibe es gerne in die Kommentare. Dann werde ich dies Zeitnah einfügen.

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