Geld anlegen-Klug investieren einfach erklärt

Geld anlegen

Geld anlegen, aber wie?

Die Inflation nimmt uns schleichend unser Vermögen und es wird dazu ständig davon geredet, das Renteneintrittsalter zu erhöhen. Es ist absehbar, dass dieser irgendwann bei 70 Jahren liegen wird. Trotz dessen, dass wir unter Umständen 50 Jahre lang arbeiten, müssen wir unseren Lebensstandard in der Rente drastisch zurückfahren.

Das sagen uns die Zahlen zur Berechnung der Rente. Spätestens seit Gerhard Schröders Rentenpolitik (die drastische Kürzung der Rente und die Bewerbung der Riester Rente) müssen wir uns ernsthafte Sorgen um unsere Alterssicherung machen.

Es ist allgemein bekannt, dass wir in Deutschland unser Geld meistens “Unter dem Kopfkissen” oder auf der Bank aufbewahren. Dieses Geld fällt der Inflation zum Opfer und die Banken arbeiten mit jedem Cent was du auf deinem Konto ruhen lässt. Also warum soll die Bank mit meinem Geld arbeiten und Gewinne erzielen und nicht ich?

Geld anlegen: Sparbuch

Das Sparbuch ist schon lange kein Investment mehr. Du bekommst fast keine Zinsen auf dem Sparbuch. Die Inflationsrate beträgt jedoch jedes Jahr 1-2%. 

So verliert dein Geld auf dem Sparbuch von Jahr zu Jahr an Kaufkraft.

Wenn du Jung bist (dazu zähle ich jeden bis 50), geht an Aktien und an der Börse nur schwer ein Weg vorbei. Mit Aktien handeln jedoch nicht mehr nur Superreiche mit hohen Summen. Du kannst allein schon 10€ pro Monat investieren und selbst diese 10€ können über genügend Laufzeit Berge versetzen. Wie ich das meine?
Wenn du 40 Jahre lang 10€ in ein MSCI World ETF (Erklärung unten) investieren würdest, hättest du insgesamt 4800€ eingezahlt, doch dein Aktiendepot wäre 34.910€ Wert.

Das ist die Macht der Börse und des Zinseszinseffektes.

Ich nenne dir einige Methoden, wie du dein Geld anlegen kannst. Danach erkläre ich dir, wie du durch ein Mehrkontenmodell eine automatische und nahezu kostenlose Investitionsstrategie aufbaust, ohne dich Stundenlang mit Aktienanalysen beschäftigen zu müssen. Je nach Alter und verfügbarem monatlichen Einkommen variiert die Investitionsstrategie. Hierzu werde ich dir im Anschluss einige Beispiele nennen.
  • ETFs und der MSCI World
  • ETF
    Was ist ein ETF? Kurz gesagt sind ETFs vollkommen automatisch funktionierende Fonds, die ein Index abbilden. Es gibt beispielsweise den DAX ETF, der alle 30 Aktien im DAX abbildet. Wenn du diesen ETF besitzt, profitierst du am Wertgewinn aller 30 DAX Unternehmen. So streust du dein Risiko. Denn falls eine Aktie hohe Verluste erleidet, fangen die anderen 29 Unternehmen diese Verluste auf. Das nennt man Diversifikation.
    Der beliebteste ETF ist der MSCI World. Der MSCI World bildet, anders zum DAX ganze 1600 Unternehmen aus 23 Industrieländern ab. So hast du eine sehr hohe Diversifikation.

    Der MSCI World erwirtschaftete in den letzten 40 Jahre eine durchschnittliche Rendite von 7,8%. Im Vergleich bekommst du beim Sparbuch 0,02% und beim Girokonto teilweise sogar Minuszinsen.

    Der zweitbeliebteste ETF ist der Emerging Markets ETF. Der Emerging Markets ist ein Index, welcher 1400 Einzelaktien aus 26 Ländern wiederspiegelt. Zu diesen Schwellenländern zählen unter anderem Polen, Indien, Thailand, Argentinien und die Türkei.
    Die durchschnittliche Rendite beläuft sich auf 9,7%. Doch dieser Index ist sehr volatil (schwankend). 2008 verlor er 53,3 % und 2009 gewann dieser 78,5 %.
  • Aktien
  • Aktien
    Der Wert einer Aktie kann sich in kürzester Zeit verdoppeln. Jedoch kann dieser auch in einigen Tagen zu 99% fallen. Siehe Wirecard. An der Börse ist alles möglich. Ich empfehle dir die Aktien in die du investieren möchtest zu analysieren. Aktien bei denen du in der Regel ein kleines Risiko eingehst sind Blue Chips. Blue Chips Aktien sind Unternehmen mit einem sehr hohen Wert.

    Einige davon sind Apple, Micrsoft, BASF und Walt Disney. Um das Risiko weiter klein zu halten, sollte man diversifizieren. Diversifikation bedeutet nicht alle Eier in ein Korb zu legen. Wenn du allein in Aktien investierst, solltest du mindestens 10 Aktien aus verschiedenen Branchen besitzen, um für eine Diversifikation zu sorgen. Deswegen empfehle ich dir die Kombination von Aktien und ETFs.

    geld anlegen

  • Anleihen
  • Anleihen

    Anleihen sind Schulddarlehen. Du kannst diese Schulddarlehen an ein Unternehmen(Unternehmensanleihen) oder einem Staat(Staatsanleihen) vergeben. Unternehmen und Staaten geben Anleihen heraus um sich zu finanzieren. In diese kannst du dein Geld anlegen.

    Wenn du einem Staat ein Darlehen mit 1% Zinsen gibst, bekommst du über vorher vereinbarte Laufzeit 1% Zinsen jährlich und beim Ablauf der Laufzeit, erhältst du dein eingesetztes Kapital zurück. In Falle einer Insolvenz werden Anleihen vor Aktien berücksichtigt. Der Nachteil an Anleihen, selbst wenn du eine sehr große Menge an Anleihen eines Unternehmens hältst, hast du keine Stimmrechte. Dies haben nur Aktieninhaber. Um mein Vermögensportfolio weiter zu diversifizieren, bespare ich monatlich ein Anleihen ETF.

    Die Rendite meines Anleihen ETFs ist nicht so hoch wie der meiner Aktien, jedoch ist dieser nicht so Volatil. Sprich meine Anleihen schwanken im Wert nicht so stark, wie meine Aktien und Aktien ETFs. Zudem sind Anleihen von guten Unternehmen und Ländern mit einem hohen Ranking sehr Risikoarm. Dementsprechend ist die Rendite aber auch sehr gering.

  • Festgeld
  • Festgeld

    Beim Festgeld (auch Termingeld genannt) legst du dein Geld für einen fest vereinbarten Zeitraum an. Im Gegenzug erhältst du von der Bank einen festgeschriebenen Zinssatz. Vorzeitig zu kündigen ist in der Regel nicht möglich.

    Beim Festgeld bekommst du bis zu 1,5% Rendite und kannst so ganz knapp der Inflation entkommen. Festgeld macht Sinn, wenn es sich um anzulegendes Geld handelt, welches in 1 bis 5 Jahren benötigt wird.

    Festgeld macht ebenso Sinn, wenn man sein Risiko im Anlagenportfolio weiter senken möchte. (Die Beimischung von Festgeld zu ETFs und Aktien)

  • Tagesgeld
  • Anleger bekommen beim Tagesgeld bis zu 1% Rendite auf das investierte Geld (10 mal mehr als auf dem Sparbuch und auf dem Girokonto) und das Geld ist immer verfügbar.

    Das Tagesgeldkonto eignet sich super zum Ansparen eines sogenannten Notgroschens. Ein Notgroschen ist das Geld, welches man immer auf Reserve hat, für den Fall, wenn z.B. das Auto kaputt geht oder andere finanzielle Probleme auftreten.

    Das Tagesgeldkonto eignet sich ebenso zum Ansparen größerer Ausgaben, die innerhalb eines Jahres auftreten. Ein Beispiel wäre der Sommerurlaub oder der neue Computer, für den man spart.
  • Immobilien
  • Immobilien haben eine hohe Wertstabilität. Die Miteinnahmen, die du durch Mietimmobilien bekommst, sind nicht so sehr von der Wirtschaft abhängig wie Kursgewinne oder Dividende bei Aktien.
    Bei Fremdfinanzierten (ausschließlich von der Bank finanziert) Immobilien kannst du eine sehr hohe Rendite herausschlagen, jedoch würde ich dies nur Anlegern empfehlen, die sich auskennen.
    Ein weiterer großer Vorteil von Immobilien ist, dass diese uns zum Sparen zwingen. Sollte ich einen Monat mein ETF nicht besparen, wird es dem ETF Anbieter egal sein, sollte ich aber einen Monat nicht meine Raten an die Bank zahlen, erwarten mich Konsequenzen.
    Wenn du Immobilien in deinem Portfolio möchtest, dich aber nicht selbst um die Verwaltung kümmern willst, empfehle ich dir REITs. Diese sind Immobilienfonds. Alternativ könntest du dein Geld in Aktiengesellschaften wie Vonovia investieren. Vonovia ist Eigentümer vieler Häuser und Wohnungen.
    Eine weitere Alternative zu direkten Immobilien sind das vergeben von Immobilienkrediten an Unternehmen und Privatpersonen. Sogenannte P2P. Die Plattform Eastateguru hat sich darauf spezialisiert.
  • P2P
  • P2P-Kredite
    P2P bedeutet Peer to Peer (Person zu Person)

    Du verleihst einer Person über eine Plattform einen Kredit auf eine bestimmte Laufzeit. Dieser zahlt dir monatlich eine Tilgung und Zinsen, sodass du im Idealfall am Ende der Laufzeit dein eingesetztes Kapital zurück bekommst, inklusive Zinsen.

    Die Zinsen die du für das Geld anlegen bekommen kannst, sind sehr hoch (7 – 15%), weil die meisten Schuldner aus Osteuropäischen Ländern wie Estland und Lettland kommen. Dort ist das Zinsniveau viel höher als hier in Deutschland. Es sind keine Banken zwischengeschaltet, die Provisionen abgreifen. Dies ist ein weiterer Grund für die hohen Zinsen.

    Ich investiere seit 2 Jahren in P2P Kredite in unterschiedlichen Plattformen und jedes 15. Kredit fällt aus, weil der Schuldner nicht zahlt. So komme ich bisher auf eine Rendite von 12,2%. Auch hier ist das A und O die Diversifikation.

  • Rohstoffe
  • Das Erste woran du hier denkst ist wahrscheinlich Gold. Das edle Metall zählt wie Silber und Kupfer zu der Anlagenklasse der Rohstoffe.
    Rohstoffe, vor allem Gold ist nicht groß Wert schwankend. In der Regel steigt der Goldpreis bei Unsicherheiten im Aktienmarkt, da Gold bei verunsicherten Anlegern als sicherer Hafen gesehen wird.

    Da Gold nichts produziert, nichts erwirtschaftet und man lediglich spekuliert, dass der Goldpreis steigt, würde ich  Goldanteil im Portfolio klein halten. Dies gilt auch für die restlichen Rohstoffe.

    geld anlegen

  • Bitcoin und andere Kryptowährungen
  • Manch einer predigt, dass Kryptowährungen als zukünftiges Zahlungsmittel unabdingbar sind. Manch anderer spricht von einem ausgelaufenen Hype.

    Um in Kryptos zu investieren, muss man sich mit der Materie auskennen. Sollte man den drang haben in Kryptowährungen zu investieren, sollte das investierte Kapital höchstens 5% deines Gesamtkapitals ausmachen. Ich selbst habe mit 1.000 Euro in Bitcoin investiert.

    Investitionstypen

    Ich unterscheide hier drei Investitionstypen:

    1. Der Starter

    Zum Starter gehören Schüler, Auszubildende, Studenten, Geringverdiener. Die Summe die der Starter investieren kann, beläuft sich im Monat auf 25€ bis 250€.

    2. Der Macher

    Der Freie ist ein Arbeitnehmer, der mindestens 300€ im Monat zum Geld anlegen zur Verfügung hat. Zum Arbeitnehmer gehören Menschen aus der unteren Mittelschicht bis hin zur Oberschicht. Der Strategie ist egal, ob man monatlich 300€ oder 30.000€ zum investieren hat.

    3. Der Spätzünder

    Der Spätzünder hat einiges an Ausgaben und nicht mehr all zu viel Zeit zum sparen, da er in absehbarer Zeit in die wohlverdiente Rente geht. Im Monat hat er mindestens 300€ zum Geld anlegen zur Verfügung.
    Bei Investments muss immer das Magische Dreieck der Geldanlage im Hinterkopf gehalten werden. Der Anleger muss zwischen Risiko, Rentabiltät und Liquidität abwägen.
    Das magische Dreieck der Geldanlage

    Anlageklassen wie Immobilien sind Risikoarm und oft Rentabel, aber nicht Liquide. Wenn du heute Geldprobleme hast, wird es dir schwer fallen, deine Immobilie am selben Tag noch zu verkaufen.

    Dagegen ist das Tagesgeldkonto sehr Liquide, bei kaum Risiko. Du kannst jeden Tag dein Geld dort abheben. Jedoch bekommst du dort nur wenig Zinsen.

    Bei Aktien hast du hohe Rentabilität und du bist Liquide, doch hier ist das Risiko sehr groß.

    Beim Starter wird eine hohe Rentabilität im Vordergrund stehen. Kursverluste können ausgesetzt werden.

    Beim Macher priorisiere ich ebenfalls die hohe Rentabilität. Jedoch wird hier auch ein wenig auf die Liquidität geachtet.

    Beim Spätzünder fokussiere ich darauf, das Risiko zu senken, da der Spätzünder nicht genügend Zeit hat um lange andauernde Verluste auszusitzen. Bei ihm wird es mehr darum gehen, das Risiko so gering wie möglich zu halten und um dennoch ein wenig Rendite zu erwirtschaften.

    Der Starter

    …ist ein junger Mensch am Anfang seines Lebens. Er hat nicht viel Einkommen, doch einen kleinen Teil investiert dieser stets in breit gestreuten ETFs. Er möchte an der Börse investieren, weil er sich auf lange Sicht mehr Rendite als 1 – 2% erhofft.
    Er ist sich den Schwankungen im Aktienmarkt bewusst, doch er weiß, dass er dieses Geld in den nächsten Jahren nicht brauchen wird. Natürlich fängt er erst an in ETFs zu investieren, nachdem er sich ein Notgroschen aufgebaut hat.

    Verfügbares Kapital

    MSCI World

    MSCI EM

    Tagesgeld

    Festgeld

    Bitcoin+P2P

    50€

    50€

    /

    2 Monatsgehälter

    bedingt sinnvoll

    Zu Riskant

    100€

    100€

    /

    Zu Riskant

    200€

    Min 150€

    bis zu 50€

    0-20€

    250€

    Min 150€

    ca 50€

    0-25€

    • MSCI World ETF
    Dieser ETF umfasst wie oben beschrieben die erfolgreichsten 1600 Aktien aus 23 Industriestaaten. In den letzten 40 Jahren schüttete dieser ETF im Schnitt eine Rendite von 7,8% aus.
    Der MSCI World ETF ist der Grundpfeiler, den ich unserem Starter zum Geld anlegen empfehle. Durch diesen ETF nimmt er am Aufschwung der Weltwirtschaft teil und hat dabei ein sehr geringes Risiko, da selbst wenn 100 dieser Aktien enttäuschen, andere 1500 Unternehmen die Verluste wieder negieren.

    MSCI Emerging Markets

    Der Emerging Markets (EM) ist ein Index, welcher 1400 Einzelaktien aus 26 Ländern widerspiegelt. Zu diesen Schwellenländern zählen unter anderem: Polen, Indien, Thailand, Argentinien, die Türkei.
    Da dieser Index sehr schwankt, empfehle ich diesen unseren Starter, wenn er einige Jahre auf das Geld verzichten kann. Der Emerging Markets soll ab einer Monatlichen Gesamtinvestitionssumme von bis 250€ als Zusatz für den MSCI World dienen. Ich rate dem Schüler mit einer Investitionssumme von über 200€ zu 3 Teilen in den MSCI World und zu einem Teil in den MSCI EM zu investieren.

    Andere ETFs

    Andere ETFs die bespart werden können sind:

    ⇒ Anleihen ETFs, auch Bonds ETFs genannt. Dieser ETF beherbergt viele Unternehmens- und Staatsanleihen. Die Rendite ist nicht so hoch wie beim MSCI World, aber das Anlagenrisiko ist sehr gering.

    ⇒ der Water ETF, der alle Aktien im Portfolio hat, die mit Wasser zu tun haben. Der Gedanke dabei ist, dass ein Leben ohne Wasser nicht existieren kann und diese Unternehmen daher unerlässlich sind.

    ⇒ der Euro STOXX 50 bzw 600, der die größten 50 bzw 600 Unternehmen aus Europa hat, weil der MSCI World ein großen Anteil an Amerikanischen Aktien hat und man mit diesem ETF den USA Anteil etwas senken kann.

    ⇒ der MSCI China, MSCI Japan, MCSI DAX, MCSCI NASDAQ… Für Jeden Index gibt es ETFs. Wenn du daran glaubst, dass ein Index besser performen wird und somit mehr Rendite erwirtschaftet, als der restliche Börsenmarkt, kannst du ein Teil deines Geldes darin investieren.

    Du kannst ab einer zu investierenden Summe von 250€ in diese ETFs anlegen. Deine ersten 200€ solltest du zum größeren Teil in den MSCI World und zum kleineren teil in den MSCI EM investieren.

    Aktien

    Einem Starter empfehle ich aus 3 Gründen keine Einzelaktien:

    1. Er kennt sich noch zu schlecht mit Aktien und der Börse aus.
    2. Er entscheidet oft aus Emotionen heraus, weil ihm die Lebenserfahrung fehlt.
    3. Er hat nicht genug Kapital um breit in Einzelaktien zu streuen.

    Tagesgeld

    Jeder sollte ein Notgroschen aus mindestens 2 Monatsgehältern haben. Dieser wird genutzt, wenn das Auto z.B. kaputt geht und man nicht genug Kapital aufbringen kann um es zu reparieren. Ziel ist es, bei Notfällen Konsumschulden und Dispozinsen zu vermeiden. Bei den Sparkassen belaufen sich die Dispozinsen auf im Schnitt 10%. Bei guten Banken liegen diese bei 6 – 8%, was aber auch schon sehr viel ist.

    Festgeld

    Wenn der Starter weiß, dass er in bspw. genau 2 Jahren ein gewissen Kapital benötigt, macht es Sinn für ihn über ein Festgeldkonto zu sparen. Der Vorteil am Festgeld ist, dass dieser Konjunkturunabhängig ist. Wenn ETFs und Aktien an Wert verlieren, weil eine Rezession, also ein Abschwung herrscht, steigt dein Kapital auf deinem Festgeldkonto dennoch.

    Sollte das Kapital in länger als 5 Jahren benötigt werden, sollte in ETFs, als in Festgeld investiert werden.

    Bitcoin

    Bitcoin sehe ich als hochspekulativ an. Ich empfehle niemandem, der wenig Geld zur Verfügung hat, in Bitcoin zu investieren. Sollte der Starter in Bitcoin investieren, rate ich ihm an, maximal 5% seines Gesamtportfolios mit Bitcoin zu besetzen.

    P2P

    P2P Kredite sind riskant. Die Renditen sind sehr hoch, aber es gibt keine Garantie, dass diese Renditen erwirtschaftet werden. Ich finde P2P Kredite sind eine nette Ergänzung zum Portfolio und auch hier empfehle ich nicht mehr als 5% des Gesamtkapitals in P2P Krediten zu investieren.

    Immobilien

    Für Immobilien, ganz egal ob zum Vermieten oder selbst zu bewohnen, wird ein Eigenkapital benötigt um zumindest die Kaufnebenkosten zu decken. Die Fixkosten wenn man eine Immobilie besitzt, können sehr hoch sein. Ich rate dem Starter, nach einem Weg zu suchen um sein Einkommen zu erhöhen, womit er frei sein kann. Erst dann würde ich ihm den kauf einer Immobilie empfehlen.

    Rohstoffe

    Gold und andere Rohstoffe machen für den Starter wenig Sinn. Der Starter hat noch genügend Zeit Kursschwankungen seiner ETFs auszugleichen. Seit es den MSCI World gibt, war dieser bei weitem Renditereicher als Gold. Daher empfehle ich niemandem Gold als “Renditebooster”. Er kann ein kleinen Anteil seines Portfolios damit decken, falls er großes Interesse daran hat, sollte diesen Anteil aber gering halten.

    Der Macher

    …bekommt einen guten Lohn. Es bleibt ihm eine große 3 Stellige Summe, die er zum investieren Nutzen kann. Je nachdem wie Risikobereit er ist, kann er in Aktien, ETFs, P2P, Gold, Bitcoin, Anleihen und in Festgeld investieren. Egal wofür er sich entscheidet, in seinem Tagesgeldkonto hat er immer 2 Monatsgehälter als Notgroschen bereit. Für ihn kommt ebenso in Frage, sich eine Immobilie zu kaufen. Er arbeitet lange genug um es zum Renteneintritt abzuzahlen.

    Er ist der Macher, weil er die Chance hat, alles aus seinem Leben zu machen.

    Verfügbares Kapital

    MSCI World

    MSCI EM

    Aktien

    Bitcoin+P2P

    Festgeld

    300€/Monat

    Min 150€

    ca 50€

    zu wenig Kapital

    0-30€

    bedingt sinnvoll

    500€/Monat

    min 300€

    min 50€

    alle 2 Monate

    0-50€

    800€/Monat

    individuell

    individuell

    Einmal im Monat

    0-80€

    1500€/Monat

    individuell

    individuell

    1-2 mal im Monat

    0-150€

    Risikosenkung

    MSCI World ETF

    Auch der Freie sollte zumindest in seinen ersten Jahren den größten Teil seines Kapitals in ETFs wie diesem Anlegen, um weit diversifiziert zu sein. Wenn er ein passiver Investor ist, also jemand der gerne etwas einstellt und das Programm gerne laufen lässt, empfehle ich ihm sein ETF weiter laufen zu lassen. Je nachdem ob er sein Geld ausgeschüttet haben möchte oder ob dieser direkt wieder investiert werden soll, um möglichst optimal vom Zinseszinseffekt zu profitieren, kann er sich alle 2 Jahre einen MSCI World ETF suchen, der ihm gefällt und diesen automatisiert besparen.

    Sollte er ein aktiver Investor sein, wird er diesen ETF irgendwann langweilig finden. Ich empfehle ihm, diesen ETF nicht zu verkaufen um seine Diversifikation nicht zu verlieren. Stadtessen sollte er den ETF einfach ruhen lassen, ihn nicht weiter besparen und mit dem monatlichen Kapital, das ihm zur Verfügung steht, Aktien kaufen, die ihn interessieren.

    MSCI Emerging Markets

    Hier gilt alles wie oben beim MSCI World.

    Andere ETFs

    Solltest du den ein oder anderen Index spannend finden, kannst du diesen natürlich auch monatlich besparen.

    Aktien

    Beim Aktienkauf entstehen Ordergebühren. Wenn man eine einzelne E.ON Aktie für 10€ kauft, zahlt man bei manchen Sparkassen 20€. Das wären Ordergebühren von 200%.

    Durch zwei Schritte die ich dir im Folgenden darstelle kannst du diesen horrenden Ordergebühren entgehen.

    1. Du wechselst zu einem günstigen Broker wie Trade Republic oder Smartbroker. Bei beiden dieser Banken zahlst du maximal einen Euro an Ordergebühren. Der Nachteil ist, dass man kein Ansprechpartner vor Ort hat, aber dies hat mich nie gestört. Trade Republic nutze ich seit fast einem Jahr und der Support hat immer sehr schnell bei Fragen oder Problemen geholfen.
    2. Du kannst mit einem höheren Ordervolumen investieren. Wenn du Aktien eines Unternehmens für 500€ kaufst und 1 Euro Ordergebühr zahlst, wären das 0,2% Gebühren. Das wäre vollkommen vertretbar.

    Der Macher sollte nur investieren, wenn er genügend diversifiziert ist. Sollte er monatlich 500€ zum investieren übrig haben, sollte er jeden Monat höchstens eine Aktie kaufen.

    Sollte er nur ein kleines Ordervolumen aufbringen können, rate ich ihm jeden 2. Monat zu investieren. Dann hätte er zu seinen ETFs jedes 6 neue Unternehmen im Portfolio.

    Du solltest die Aktie in der du investieren möchtest genaustens analysieren und von ihr überzeugt sein. Warren Buffet, der größte Investor aller Zeiten sagte mal:

    Eine Aktie, die man nicht 10 Jahre zu halten bereit ist, darf man auch nicht 10 Minuten besitzen.”

    So empfehle ich dir auch nur Aktien zu kaufen, die du langfristig halten möchtest!

    Tagesgeld

    Auch hier rate ich zu einem Notgroschen von mindestens 2 Monatsgehältern, welcher in einem Tagesgeldkonto verzinst wird.

    Festgeld

    Festgeld ist empfehlenswert wenn der Freie in den nächsten 1-5 Jahren eine große Investition tätigen möchte und genau weiß, wann diese sein wird. Ein weiterer Grund um ein Teil seines Kapitals in ein Festgeldkonto anzulegen, ist die Risikominimierung. Wie oben beschrieben sind Aktien sehr Volatil. Wenn man diese Schwankungen ausgleichen möchte, kann man das Festgeld mit ins Portfolio nehmen. So sinkt das Anlagenrisiko. Die Rendite auf Langzeitgesehen jedoch auch.

    Bitcoin

    Mit Bitcoin muss man sich auskennen. Man muss an das System dahinter glauben. Und man darf sich nicht ärgern, falls das investierte Geld flöten geht. Es kann aber auch sein, dass wieder ein Höhenflug kommt. Ich selbst, habe wie erwähnt, 1000€ in Bitcoin investiert und empfehle dem Freien nur höchstens 5% seiner Portfoliosumme in diese hoch riskante Anlageform zu investieren.

    P2P

    Ich empfehle dem Freien bis zu 5% in P2P Kredite zu investieren. P2P Kredite sind hoch riskant und nur für Risikofreudige Anleger empfehlenswert. Ich finde das System dahinter sehr gut und Plattformen wie Mintos, Eastateguru und Bondora, die mittlerweile bis zu 10 Jahren auf dem Markt sind, haben sich etabliert. Ich selbst vertraue diesen drei Plattformen, jedoch steckt dahinter, wie gesagt, eine Risikobereitschaft. Wenn du in P2P Krediten investieren möchtest, solltest du dein Geld auf 3 Plattformen splitten, um auch hier diversifiziert zu sein.

    Immobilien

    Wenn jemand in Immobilien Geld anlegen sollte, dann der Freie. Doch er sollte sich vorher genaustens informieren. Hätte ich mich anfangs genaustens mit den Steuervorteilen, die man nutzen kann auseinandergesetzt, hätte ich Tausende an Euros gespart. Das soll dir nicht passieren.

    Rohstoffe

    Rohstoffe wie Gold erwirtschaften im Schnitt weniger Rendite als der MSCI World. Gold empfehle ich nur Anlegern, die ihr Anlagenrisiko senken möchten.

    Der Spätzünder

    …hat viele Ausgaben und nicht mehr all zu viel Zeit zum sparen, da er in absehbarer Zeit in die wohlverdiente Rente geht. 2 Monatsgehälter hält er immer als Notgroschen bereit. Er investiert einen Teil seines Geldes in Aktien und ETFs. P2P Kredite hält er für zu riskant und ein neuen Kredit aufzunehmen um eine Immobilie zu kaufen findet er ebenso unklug. Einen großen Teil seines Geldes lässt er auf dem Festgeldkonto verzinsen um der Inflation entgegenzuwirken.

    Verfügbares Kapital

    MSCI World

    MSCI EM

    Aktien

    Festgeld

    300€/Monat

    150€

    50€

    zu wenig Kapital

    100€

    500€/Monat

    min 200€

    min 50€

    Alle 1-2 Monate sinnvol

    min 200€

    800€/Monat

    individuell

    individuell

    Alle 1-2 Monate sinnvoll

    individuell

    1500€/Monat

    individuell

    individuell

    1-2 Mal im Monat

    individuell

    MSCI World ETF

    Bis zu 5 Jahre vor der Rente empfehle ich ihm in den MSCI World ETF zu investieren. Solltest er wenig Kapital haben, empfehle ich ihm diesen ETF in Kombination mit dem MSCI Emerging Markets. Bei mehr Kapital gilt alles wie beim Freien.

    MSCI Emerging Markets

    Hier gilt das selbe wie oben.

    Andere ETFs

    Auch hier gilt dasselbe wie beim Starter und Freien.

    Aktien

    Solltest du mindestens 500€ im Monat zum investieren haben und sollten dir Aktien Spaß machen, empfehle ich dir die Unternehmen für die du dich interessierst genaustens zu Analysieren und diese je nach Kapital in bestimmten Abständen nach und nach zu kaufen. Für mehr Informationen hierzu, lies den Punkt Aktien beim Macher.

    Tagesgeld

    Ein Notgroschen von Mindestens 2 Monatsgehältern, welcher in einem Tagesgeldkonto verzinst wird, macht auch hier sehr viel Sinn.

    Festgeld

    Da die Rente nicht mehr weit weg ist, empfiehlt es sich Jahr für Jahr mehr in Festgeld und weniger in ETFs zu investieren. Wieso? Festgeldkonten unterliegen nicht der Wirtschaft und schwanken nicht. Wenn der Spätzünder sein Geld in einigen Jahren benötigt , aber seine ETFs in dem Moment Verluste erleiden, weil es der Wirtschaft nicht gut geht, ist das sehr ärgerlich.

    Bitcoin

    Sollte Bitcoin hohe Verluste erleiden, wirst du nicht mehr viel Zeit haben, diese wieder auszugleichen. Ich rate hier von Bitcoins ab.

    P2P

    Hier zählt das selbe wie bei den Bitcoins.

    Immobilien

    Verschuldet in die Rente zu gehen ist nicht schön. Ich rate dir davon ab, sich eine Immobilie zu kaufen.

    Rohstoffe

    Eine kleine Beimischung von z.B Gold wäre in Ordnung, da diese nicht so Volatil ist wie Aktien und ETFs. Den Goldanteil würde ich jedoch gering halten.

    Was du zum Geld anlegen benötigst

    Was du brauchst

    Bank

    Depot

    Tagesgeldkonto

    Festgeldkonto

    Funktion

    Transferieren von Geld

    Erwerb von Aktien und ETFs

    Verzinsen des Notgroschens

    Geringeres Risiko als ETFs

    Empfehlung

    Alternative

    Grund

    Kostenloses Girokonto

    Günstigsten Ordergebühren

    Gute Zinssätze,viel Auswahl

    Gute Zinssätze,viel Auswahl

    Du benötigst für deine Investitionsstrategie:

    • Ein Girokonto von dem du dein Geld auf die restlichen Konten transferierst. Von Banken wie der Sparkasse, Postbank oder VR Bank rate ich dir, aufgrund der hohen Kontoführungsgebühren ab. Aktuell ist die DKB die beste Bank in Deutschland. Ab einem Geldeingang von 700€ zahlst du keine Kontoführungsgebühren. Das Online Banking ist einfach gestaltet und mit der kostenlos dazu gelieferten VISA Karte, kannst du Weltweit kostenlos Geld abheben. Eine Alternative ist die Commerzbank Tochter Comdirect. Hier kann man Europaweit an bestimmten Geldautomaten kostenlos abheben.
    • Ein Aktiendepot zum Erwerb von Aktien und ETFs. Früher zahlte ich pro Kauf und Verkauf von Wertpapieren im Schnitt 15€ an Ordergebühren. Mit dem neuen Trade Republic Konto sind es jetzt pro Trade, also Kauf und Verkauf 1 Euro. Ich nutze Trade Republic, doch Smartbroker soll genauso gut sein.
    • Ein Tagesgeldkonto zum verzinsen des Notgroschens. Ich empfehle dir Zinspilot und Check24 . Auf beiden Portalen handelt es sich um seriöse Banken.
    • Ein Festgeldkonto für Anschaffungen unter 5 Jahren und zur Risikominimierung. Ich empfehle dir Weltsparen und Check24.

    Bei Bedarf:

    Ein Konto zum Erwerb von Kryptowährungen. Ich empfehle dir die Plattform Bison. Du bekommst bei der Anmeldung 10€ in Bitcoins gutgeschrieben. Die Kryptowährungen dort werden über die Börse Stuttgart gehandelt.
    Ein P2P Konto zum investieren in Kredite an Privatpersonen und Unternehmen. Bewährte Plattformen, die auch die Corona Krise gut überstanden haben sind Mintos, Bondora und Eastateguru.
    Ein Bankschließfach zum aufbewahren von Gold oder Silber, solltest du diese gerne physisch besitzen wollen.

    Nun solltest du eine ungefähre Ahnung vom Geld anlegen haben. Auf meiner Webseite habe ich jedes meiner Themen nochmal detaillierter erklärt. Klick dich gerne um und schreibe mir ein Kommentar, falls du eine Frage hast. Gerne kannst du mir auch eine Nachricht auf Instagram unter Finanzbuilder hinterlassen.

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    6 Gedanken zu “Geld anlegen-Klug investieren einfach erklärt

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