20 Dinge die Influencer und Blogger absetzen können

Was Influencer und Blogger absetzen können

Dass man mit Influencing und Bloggen gutes Geld verdienen kann, ist kein Geheimnis. Stars wie Cristiano Ronaldo, Lionel Messi, Dwayne Johnson und Kylie Jenner verdienen mit ihren Posts über eine Million (!!!) US-Dollar. Damit gehören Sie zu den Vermögensten Influencern.

Auch mit einer kleinen Anzahl an Followern im 5 Stelligen Bereich oder mit geringer Traffic auf dem Blog lassen sich bis zu mehreren hundert Euros im Monat verdienen.
Als Influencer oder Blogger möchtest du Gewinne erzielen oder tust das schon und fragst dich, ob dafür ein Gewerbe nötig ist?
Ganz klar, ja!

Wenn du eine feste Gewinnabsicht hast, ist ein Gewerbe unausweichlich. Jedoch bringt dir das Gewerbe einen großen Vorteil.

Du kannst einiges an Kosten absetzen!

Als Gewerbetreibender kannst du alle Arbeitsmittel und alle kosten die du hast, um Umsätze zu erzielen, von deinen Einnahmen abziehen.

Erst eine Positive Differenz zwischen deinen Einnahmen und deinen Ausgaben die du absetzt, musst du versteuern.

Beispiel:

Einnahmen im Jahr: 10.000€ / Ausgaben im Jahr : 3.000€

Zu Versteuerndes Einkommen: 7.000€

Was kann ich absetzen?

Als Influencer und Blogger kannst du das meiste mit dem du Arbeitest von der Steuer absetzen.

Kommen wir zuerst du den Pauschalen, für die das Finanzamt für gewöhnlich keine Belege einfordert.

Pauschalen

Internet- und Telefonanschlusskosten

Ohne Internet kannst du nichts posten. Dem Finanzamt ist bewusst, dass Influencer und Blogger ohne einen Internetanschluss nicht arbeiten können. Daher erlaubt der Fiskus hier eine Pauschale in Höhe von 20€ pro Monat.

Das macht 240€ Ausgaben, die du jährlich in deiner Steuererklärung in der Gewinn-Verlustverrechnung eintragen kannst.

Wenn du höhere kosten hast, kannst du diese natürlich angeben.

Fahrtkosten

Solltest du Fahrtkosten haben, weil du an Orte fahren musst, um Fotos zu schießen, um dich mit potenziellen Kunden zu treffen oder um dich weiterzubilden, damit du in deinem Gewerbe höhere Einkünfte erzielst, zu einer Pauschale von 30 Cent pro Kilometer absetzen.

Du musst keine Tankrechnungen aufheben.
Natürlich können auch andere Gründe für eine Fahrt geltend gemacht werden.

Verpflegungsmehraufwand

Solltest du aufgrund deines Blogs oder Kanals mehr als 8 Stunden woanders, als in deiner Wohnung oder in deiner regelmäßigen Arbeitsstätte arbeiten, kannst du 14 Euro Pauschal geltend machen.

Bei einer Abwesenheit von über 24 Stunden, kannst du 28 Euro geltend machen.
Solltest du mehrere Tage Abwesend sein, kannst du für den An- und Abreisetag jeweils eine Pauschale von 14 Euro absetzen.

Beispiel:

Du besuchst ein Seminar(mit Übernachtung) in dem es ums Bloggen oder Influencen geht. Dieses Seminar startet am Montag um 10 Uhr und endet am Freitag um 16 Uhr. Du reist am Montag an und reist am Freitag ab.

Du bekommst für die Übernachtungen von Dienstag bis Donnerstag jeweils 28 Euro, also insgesamt 84 Euro. Für die An- und Abreise kommen jeweils 14 Euro dazu. Das wären 28 Euro. Du kannst also 112 Euro Verpflegungsmehraufwand absetzen.

Nun zu den restlichen Dingen, die du absetzen kannst:

Arbeitsmittel

Alles was du benötigst um zu Arbeiten und im Endeffekt Gewinn erwirtschaften zu können, sind Absetzbar. Du solltest die Rechnungen aufbewahren. Du hast eine Aufbewahrungspflicht von bis zu 10 Jahren. Das Finanzamt kann jederzeit eine Betriebsprüfung bei dir durchführen. Wenn du die Rechnungen nicht vorzeigen kannst, wird der Wert der Arbeitsmittel geschätzt und meistens geschieht das zu deinem Nachteil.

Arbeitsmittel ohne die häufig ein Influencer oder Blogger nicht weiter wüsste sind oft:

Smartphone

Wenn du das Smartphone rein geschäftlich nutzt, kannst du die Kosten ganz absetzen. Die Laufenden kosten, also die Mobilfunkgebühren können dann auch ganz abgesetzt werden.
Solltest du dein Handy, wie die meisten, teils für das Gewerbe und teils Privat nutzen, hast du 2 Möglichkeiten:

Du kannst die Anschaffungskosten und alle weiteren Ausgaben zu 50% absetzen. Eine 50 Prozentige Nutzung wird vom Finanzamt in der Regel ohne Nachweise akzeptiert.

Solltest du das Smartphone zu mehr als 50% absetzen wollen, solltest du Nachweisen können, dass du es so oft nutzt. Eine gängige Methode ist, die Nutzung des Smartphones 3 Monate lang in einem Smartphone Tagebuch zu Dokumentieren.
Es ist unwichtig, ob es sich um ein Smartphone oder Handy handelt.

Solltest du das Smartphone ganz absetzen wollen, darfst du ein Netto Preis von 800€ ( Brutto 952€) nicht überschreiten. Andernfalls musst du es über mehrere Jahre abschreiben. Wie das funktioniert, erfährst du unter Abschreibung für Abnutzung(afa)

Laptop oder Computer

Für die meisten Berufe ist ein Computer oder Laptop unausweichlich. Selbst in einem Handwerksbetrieb wird dieser benötigt, um Rechnungen zu schreiben und um auf E-Mails zu antworten. Daher ist es nicht schwer, dem Finanzamt zu beweisen, dass ein Laptop gebraucht wird. Vor allem als Blogger sollte dies keine Schwierigkeit darstellen. Sollte das Finanzamt jedoch genauer nachfragen, empfiehlt es sich zu dokumentieren, welche Arbeiten du mit dem Laptop oder Computer erledigst.

Bei einer Beruflichen Nutzung von über 90% kann der Laptop ganz abgesetzt werden. Wenn du dein Laptop auch privat nutzt, solltest du die Stunden an denen du diesen Privat nutzt und die Stunden an denen du das Gerät für die Arbeit nutzt aufschreiben und im Verhältnis setzen. Wenn diese 50/50 sind, wäre das eine Berufliche Nutzung von 50% und somit könntest du dein Laptop zur Hälfte absetzen.
Auch hier musst du den Computer oder das Laptop auf mehrere Jahre verteilt abschreiben und darfst es nicht ganz absetzen, wenn es den Bruttopreis von 952€ überschreitet.
Ab hier gelten die selben Regeln. Wenn du das Gerät für dein Unternehmen benötigst, kannst du, sofern dieser unter 952€ Brutto kostet, ganz von der Steuer absetzen. Falls du es anteilig nutzt, kann dieser auch nur zum Anteil abgesetzt werden. Geräte die mehr kosten, werden grundsätzlich auf mehrere Jahre abgeschrieben.
  • Kamera

  • Stativ

  • Mikro

  • Kostüme

  • Requisiten

Laufende kosten

Gebühren für Hosting

Solltest du eine Website besitzen, zahlst du in der Regel eine monatliche Gebühr. Es sei denn, du hast ein kostenloses Programm bei wix oder einer anderen Seite. Viele Leser nehmen dies als sehr Unseriös wahr. “www.Finanzbuilder.wix.de” wirkt unschön. Ich nutze den Service von Siteground. Dieser erstellt zusätzlich jeden Tag ein Backup für mich. Den Backup musste ich bislang 2 mal nutzen.

Die Gebühren, die du hier hast, kannst du ganz absetzen.

Bildbearbeitungsprogramme und weitere Abos

Alle Programme und Abonnements, die du für dein Gewerbe nutzt, kannst du absetzen.

Kontoführungsgebühren

Solltest du ein Geschäftskonto haben, in dem nur Umsätze des Gewerbes getätigt werden, kannst du die Kontoführungsgebühren ganz von der Steuer absetzen.

Telefonvertrag

Wie oben schon angedeutet, kannst du deinen Handyvertrag, sofern du das Handy geschäftlich nutzt, absetzen. Solltest du diesen zu 50% Privat nutzen, kannst du die Gebühren zu 50% absetzen.

Geschäftsessen

Geschäftsessen mit Kunden oder möglichen Geschäftspartnern lassen sich zu 70% absetzen.

Das Geschäftsessen wird auch dann anerkannt, wenn keine Einigung mit Geschäftspartnern zustande kommt. Alkoholische Getränke können auch abgestzt werden. Doch damit das Finanzamt das Geschäftsessen akzeptiert, brauchst du eine Rechnung und einige Zusatzinformationen:

  1. Lasse dir eine Bewirtungsrechnung geben.
  2. Füge auf dem Zettel den Grund des Geschäftssens hinzu. ,,Geschäftssen“ oder ,,Infogespräch“ reichen nicht aus. Du musst genauer sein.
  3. Unterschreibe diesen mit deinem Namen und das Datum.
  4. Die Angaben musst du binnen 10 Tage in deine Gewinnn-Verlust Rechnung dokumentieren.

Auf der Bewirtungsrechnung muss stehen:

  1. Korrekter Name und vollständige Restaurantanschrift
  2. Wahlweise USt-IdNr (Umsatzsteuer-Identifikationsnummer) oder Steuernummer des Gastronomiebetriebs
  3. Rechnungsempfänger, also deine Firma, mit Namen und Anschrift
Sollt eine Angabe fehlen, kann dies Handschriftlich auf der Rechnung ergänzt werden.

Wie setze ich ab?

Die Güter die du absetzt, sind Betriebsmaterial. Demnach handelt es sich bei den Kosten um Betriebsausgaben. Diese musst du bei deiner Einnahmenüberschussrechnung deines Gewerbes als Verluste ansetzen. Also einfach die Werte auf die Verlust Seite notieren.

Vorsicht vor Liebhaberei

Wenn du am Ende des Jahres kein Gewinn, sondern ein Betriebsverlust hast, kannst du diesen Verlust mit Gewinnen aus anderen Einnahmen gegenrechnen. Dies wäre bei vielen die nebenher Angestellte sind, der Angestelltenlohn. Wenn du also 1000€ Verlust im Gewerbe hast, können diese 1000€ Verlust auf deine Lohnsteuer angerechnet werden. Somit bekommst du, wenn du diesen Verlust in der Steuererklärung eingibst, einen erheblichen Steuervorteil.
Wenn du mehrere aufeinander folgende Jahre Verluste schreibst, wirft dir das Finanzamt Liebhaberei vor und lässt dich deine Verluste nicht mehr absetzen. Damit dies nicht geschieht, solltest du alles dran setzen, spätestens nach dem 3. Jahr Gewinne zu erzielen.absetzen
Ich hoffe ich konnte dir helfen. Solltest du fragen haben, kannst du mir diese gerne unter den Kommentaren und auf Instagram stellen. Abonniere mich um immer up to date zu sein!   728x90 V1

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